Verfügbarkeit der Stauden / Verträglichkeit

Verfügbarkeit der Stauden

In unserer Gärtnerei kultivieren wir eine Vielzahl von Stauden. Ca 1800 verschiedene Pflanzen wachsen jedes Jahr heran, in unterschiedlichen Stückzahlen von wenigen Dutzend pro Art bis mehrere 10.000 Pflanzen pro Art.

Auf Grund des großen Sortimentes kann es sein, dass einzelne Stauden vergriffen sind. Wir liefern dann aus dem großen Sortiment Alternativpflanzen, die in Funktion und Farbe gleichwertig sind.
Sie erhalten von uns eine Auftragsbestätigung, in der alle zu liefernde Pflanzen ersichtlich sind. 

Die Pflanzung ergibt dadurch ein harmonisches Ganzes, Auslegen und anschließendes Wachstum kann aus einem Guss erfolgen.

Für Menschen unverträgliche Pflanzen?

Grundsätzlich gilt: alle Stauden – bis auf Küchenkräuter – sind nicht zum Verzehr geeignet. Sonderfälle wie z.B. essbare Blüten dürfen nur nach genauer Prüfung verwendet werden. Unter der Vielzahl der Stauden gibt es giftige und fototoxische Stauden. Die Verwendung liegt in der Verantwortung des Nutzers, Fehrle-Stauden GmbH schließt grundsätzlich eine Haftung aus.

Wirklich giftig sind nur Aconitum (Eisenhut), Digitalis (Fingerhut) und Convallaria (Maiglöckchen). Andere Pflanzen wie z.B. Akelei sind schwach giftig, Pflanzen können aber bei entsprechender individueller Empfindlichkeit reizend sein oder allergische Reaktionen auslösen.

Vergiftungsfälle durch Pflanzen gehören zu jenen Gesundheitsschädigungen, die sich mit sinnvollen Maßnahmen verhüten lassen. Allerdings gibt es über das, was sinnvoll ist, verschiedene Meinungen. Die einen halten es für vorrangig, alle Pflanzen, die nur irgendeinen giftigen Inhaltsstoff enthalten, aus dem Umfeld von Kindern (Spielplätze, Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, Sportplätze) auszuschließen.

Die anderen – meist Naturfreunde und Befürworter von Pflanzenvielfalt – plädieren aus ökologischen wie pädagogischen Gründen für eine Erziehung zur Vorsicht. Kleine Kinder sollen lernen, dass unbekannte Früchte oder andere Pflanzenteile nicht einfach probiert werden dürfen, da giftige Stoffe darin enthalten sein können. Ältere Kinder sollte man dann genauer über einzelne Pflanzen und die mit ihnen verbundenen Gefährdungen unterrichten. Es liegt auf der Hand, dass die Methode der Erziehung das Problem gründlicher angeht. Selbst wenn es möglich wäre, gifthaltige Pflanzen aus den öffentlichen Anlagen, in denen Kinder spielen, gänzlich zu entfernen, so fänden sich doch immer noch so genannte Giftpflanzen in privaten Gärten, deren Bewuchs an öffentliche Wege oder Plätze heranreicht, oder in der natürlichen Landschaft rund um Dörfer und Städte. Der Umgang mit der Natur muss also in jedem Fall gelernt werden.

Unbestritten ist es sinnvoll, Kinderspielplätze von den giftigen Vertretern der so genannten Giftpflanzen freizuhalten. Deshalb haben einige Länderministerien versucht, durch bestimmte Erlasse bzw. Bekanntmachungen über Anpflanzungen im Bereich von Kinderspielplätzen (in Baden-Württemberg auch Kindertagesstätten und Kinderheimen) gefährdende Pflanzen aus diesem kindlichen Umfeld auszuschließen, d.h. auch bereits gepflanzte „giftige“ Sträucher und Bäume im Umfeld von öffentlichen Spielplätzen zu entfernen. Gegen ein solch rigoroses Entfernen aller „Giftpflanzen“ haben sich insbesondere die Ständige Konferenz der Gartenbauamtsleiter beim Deutschen Städtetag sowie der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gewandt, da mit diesem Vorgehen pädagogische und ökologische Ziele außer Acht gelassen würden. Außerdem hätten viele der in den Erlassen bzw. Bekanntmachungen genannten Pflanzen gar keine oder kaum eine Bedeutung für die Beratungspraxis, wie aus den Statistiken der Giftinformationszentralen hervorgehe. Die Konferenz der Gartenbauamtsleiter sowie der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau plädieren deshalb dafür, nur vier wegen ihrer Früchte besonders auffallende Gehölzarten – den Goldregen, das Pfaffenhütchen, die Stechpalme und den Seidelbast – nicht an Spielplätzen anzupflanzen, jedoch grundsätzlich in geeigneter Weise auf giftige Bestandteile in Pflanzen hinzuweisen.